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Vergleich der AWARE-Studie mit der Studie von Pim van Lommel … Beweise für ein unsterbliches Bewußtsein?

In meinem heutigen Beitrag möchte ich euch über die Ergebnisse der AWARE-Studie aus dem Jahr 2014 und jener von Pim van Lommel aus dem Jahr 2001 informieren … in jenen wurden 330 bzw. 344 Herzstillstandpatienten zu Wahrnehmungen während ihres Herzstillstands befragt. 140 (42 %) bzw. 62 (18 %) hatten tatsächlich Wahrnehmungen in diesem Zeitraum.

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links: Dr. Sam Parnia, rechts: Dr. Pim van Lommel

Fangen wir mit der AWARE-Studie an (Leiter jener war/ist Dr. Sam Parnia) welche 2014 veröffentlicht wurde

Für jene Studie hat die Aussage eines 57-jährigen Sozialarbeiters aus Southampton die größte Bedeutung. Er erinnerte sich daran, wie er nach dem Tod seinen Körper verlassen und dessen Wiederbelebung von der anderen Seite des Zimmers beobachtet hat. „Der Mann beschrieb alles was in dem Zimmer passierte“, sagte Dr. Sam Parnia, Leiter der Studie. Der Sozialarbeiter berichtete detailliert von den Tätigkeiten des Klinikpersonals und den Geräuschen der Maschinen. Wohlgemerkt: Der Mann, den die Mediziner für glaubhaft halten, war drei Minuten lang klinisch tot.

Nach bisherigen Erkenntnissen kann das Gehirn nicht funktionieren, sobald das Herz nicht mehr schlägt. „In diesem Fall scheint die bewusste Wahrnehmung bis zu drei Minuten weiter funktioniert zu haben, obwohl das Gehirn sich normalerweise 20 bis 30 Sekunden nach dem Tod ausschaltet“, erklärt Parnia. Damit scheint bewiesen, dass das Bewusstsein auch nach dem Tod erhalten bleibt. Wie lange diese Erfahrung andauern kann, wissen die Ärzte nicht.

330 Herzstillstandpatienten wurden in der AWARE-Studie befragt. Von ihnen berichteten 140 (42 %) von Wahrnehmungen, bevor die Ärzte sie aus dem Tod zurück holen konnten.

  • 28 Patienten erinnerten sich an ein ungewöhnliches Gefühl von Friedlichkeit und Stille.
  • 93 Patienten nahmen wahr – wie die Zeit schneller oder langsamer wurde.
  • Manche (keine Anzahl genannt) sahen ein helles Licht, die Sonne oder einen Blitz
  • Einige (keine Anzahl genannt)  wurden durch tiefes Wasser gezogen und hatten Angst vor dem Ertrinken.
  • 18 Patienten gaben an, von ihrem Körper getrennt gewesen zu sein.

Studienleiter Parnia ist überzeugt, dass viele Menschen bewusste Erfahrungen machen. Die Erinnerung an diese würden Beruhigungsmittel und Medikamente aber erschweren oder unmöglich machen.

Kommen wir nun zu der Studie von Pim van Lommel welche 2001 veröffentlicht wurde

In jener wurden 344 Patienten befragt, aber lediglich 62 (18 %) gaben an, den Zustand eines erweiterten Bewußtseins erfahren zu haben. Pim van Lommel teilte die 344 Patienten in zwei Gruppen auf (Keine Nahtoderfahrung und erlebte Nahtoderfahrung).

Dieser Hinweis ist wichtig denn er versuchte herauszufinden weshalb nicht jeder eine Nahtoderfahrung hat. Er fand  heraus, dass

  • die Dauer der Bewußtlosigkeit
  • die Dauer des Herzstillstands
  • das Ausmaß des Sauerstoffmangels im Gehirn
  • Angst des Patienten vor dem Tod
  • Medikamtengebrauch
  • Vorwissen des Patienten das Nahtoderfahrungen möglich sind
  • Religion
  • Geschlecht
  • Bildung

keinerlei Einfluss darauf hatten ob man eine Nahtoderfahrung hat oder nicht.

Pim van Lommel gibt auch in seiner Studie die Erlebnisse von den Patienten wieder (leider konnte ich keine Zahlen dazu finden) … dies ist der Ablauf der Ereignisse bei einer Nahtoderfahrung …

  1. Die Patienten verspüren auf einmal keinerlei Schmerzen mehr (Erleichterung)
  2. Dann kann ein Zustand auftreten in welchem sie sich außerhalb ihres Körpers befinden. Sie befinden sich aber noch im Operationssaal.
  3. Nach dieser außerkörperlichen Erfahrung können sich die Personen plötzlich an einem dunklen Ort wiederfinden welcher auf manche beängstigend wirkt. Dort sehen sie ein kleines Licht von dem sich die Patienten angezogen fühlen – die meisten sprechen dabei von einem Tunnel
  4. Dann können sie in eine jenseitige Dimension eintreteten mit schönen Farben, einer malerischen Landschaft und herrlicher Musik dort begegnen ihnen bereits verstorbene Verwandte  – bei manchen Patienten war es sogar so, dass ihnen Verwandte begegneten von denen sie nicht wussten, dass sie bereits tot sind
  5. Anschließend kann ihnen ein Licht oder ein Lichtwesen begegnen… meist haben sie bei diesem ein Empfinden bedingungsloser Liebe und ungekannter Weisheit
  6. Man bekommt Antwort auf alle Fragen – bevor man sie gestellt hat
  7. Manche hatten eine Lebensrückschau. Dort erlebt man noch einmal sein ganzes Leben seit der Geburt. Alle Gedanken, Worte und Taten die man jemals hatte – auch jene von Personen welche man gekränkt hat oder zu jenen man gut war
  8. Manche Patienten konnten sogar einen Blick auf die Zukunft werfen
  9. Es kann vorkommen, dass sie an eine Grenze kommen und wissen, dass sie endgültig nicht mehr in ihren Körper zurückkehren wenn sie jene überschreiten … dort wurden die Patienten weggeschickt „Es ist noch nicht an  der Zeit“
  10. Dann haben die Menschen das schreckliche Erlebnis, dass ihr Bewußtsein in den kranken Körper mit all den Schmerzen und Einschränkungen zurückkehrt

Das sind nach der Studie von Pim van Lommel die zentralen Elemente einer Nahtoderfahrung – aber nicht alle Menschen erleben sie vollständig. Manche erleben 3 oder 4, andere wiederum 7 oder 8 dieser Elemente.

In Pim van Lommels Studie wurden auch noch die Langzeitfolgen untersucht … welchen Einfluss hatte die Nahtoderfahrung auf das Leben der Patienten?

Hierbei wurden alle 344 Patienten befragt mit und ohne Nahtoderfahrung.

Hierzu ein Zitat von Pim van Lommel:

Meist ist die Nahtoderfahrung selbst positiv, aber weil die Betroffenen ihr Erlebnis niemandem mitteilen können, wird es für sie die ersten zehn oder zwanzig Jahre oft zum Trauma. Sie leiden an Depression und Einsamkeit, zugleich auch an Heimweh nach dem Erlebnis selbst. Das Wichtige, was wir dabei herausgefunden haben, ist, daß die klassische Transformation nur bei Menschen mit einem Nahtoderlebnis beobachtet wird. Das ist der objektive Befund des subjektiven Erlebens.“

Was haltet ihr von den beiden Studien? Seltsam, dass die Zahlen so abweichend sind 42 % Prozent hatten während der AWARE-Studie eine Nahtoderfahrung und 18 % bei Pim van Lommel … meiner Meinung nach ist die Forschungsarbeit zu diesem Thema sehr wichtig. Da bei vielen Menschen die Angst das Leben beherrscht …

  • Angst jemanden zu verlieren
  • Angst vor den eigenen Gefühlen
  • Angst vor dem Tod             … und so weiter

Wenn man es schaffen würde – dies alles zu beweisen, könnte man die Welt zu einem besseren Ort machen. Die Angst sollte nicht das Leben beherrschen.

Ich bin mir im Klaren darüber, dass oftmals Studienergebnisse verfälscht werden – hoffe aber inständig darauf, dass die meisten Studien nach besten Wissen und Gewissen durchgeführt werden.

In diesen Fällen empfinde ich die Studie von Pim van Lommel als glaubwürdiger … ABER das muss jeder für sich selbst entscheiden. 😉

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