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Nahtodforschung: Elisabeth Kübler-Ross erforschte im Grenzbereich von Leben und Tod

In meinem heutigen Beitrag soll es um die Nahtodforschung gehen. Eine Vorreiterin jener war Elisabeth Kübler-Ross – sie war eine Psychaterin welche anfangs in der Schweiz praktizierte und ihre Arbeit dann in den USA weiterführte. Diese Frau vertrat die Ansicht, dass NIEMAND alleine sterben kann … es ist IMMER jemand von „der anderen Seite“ da der einen abholt. Für ihre Arbeit erhielt sie 23 Ehrendoktortitel, wurde aber trotz allem von den meisten ihrer Kollegen gemieden … da sie ja im Grenzbereich arbeitete … Trotzdem hat sie weitergemacht und damit vielen Sterbenden und ihren Familienangehörigen und Freunden geholfen …

Auf Grund eigener Erfahrungen in der Kindheit fand Frau Kübler-Ross es schon zu Beginn ihrer Tätigkeit unmenschlich wie die meisten Ärzte und ein Großteil der Pfleger schwer kranke Patienten behandelten. Ihre Aussage dazu:

„Ich bin sehr überzeugt, dass ich mich ohne diese Erlebnisse nicht mit Menschen befasst hätte, die auch keine Identität hatten. Ich habe sehr oft mit schwer behinderten und blinden Kindern gearbeitet; von ihnen wurde nur als „der Hydrocephalus in Zimmer 15“ gesprochen oder später „der Pankreaskrebs in diesem und jenem Zimmer“. Ich habe aber immer gewusst, dass der Pankreaskrebs drei Kinder zu Hause hat, dass sie nicht wissen, wie die Rechnungen bezahlt werden sollen. Ich habe die Menschen, nicht bloss von der Diagnose, sondern vom inneren Menschen her gekannt.“

Das war der Grund weshalb sie anfing sich mit Sterbenden auseinanderzusetzen. In Ihrem Berichten geht es unter anderem um Kinder welche bereits in ihren Zeichnungen auf den baldigen Tod verwiesen.

In diesem Video spricht Frau Kübler-Ross persönlichh über ihre Arbeit und nennt auch Beispiele welche sie überzeugten, dass es nach dem Tod weitergehen wird:

In einem ihrer letzten Interviews blickte sie auf ihr Leben zurück:

„In der Schweiz wurde ich nach dem Grundsatz erzogen: arbeiten, arbeiten, arbeiten. Du bist nur ein wertvoller Mensch, wenn du arbeitest. Dies ist grundfalsch. Halb arbeiten, halb tanzen. Das ist die richtige Mischung! Ich selbst habe zu wenig getanzt und zu wenig gespielt.“

Was haltet ihr von der Arbeit dieser Dame? Meiner Meinung nach ist jene ein großer Schritt Richtung Menschlichkeit und vielleicht läßt eben gerade dieser Schritt die Menschen offener werden für ein Leben nach dem Tod … den Glauben den Viele haben – „nach dem Tod ist alles aus“- läßt die Betreffenden bei dem Tod einer Ihnen nahestehenden Person schier verzweifeln.

Ich hoffe, dass das Ansehen der Forscher im Grenzbereich steigt damit niemand mehr mit dieser Verzweiflung leben muss