Kleiner Junge

Dies ist die Geschichte einer Leserin, darin geht es um einen „imaginären Freund“ …

boy

Als meine große Schwester geboren wurde zogen meine Eltern in ein kleines Haus. Vom Küchentisch aus konnte man direkt in das Bügelzimmer blicken. Meine Schwester war beeindruckt von diesem Raum. Ihr Blick ging stets dort hinüber … irgendwas in dem Zimmer schien mit ihr zu kommunizieren.

Als meine Schwester sprechen konnte fragten sie meine Eltern: „Mit wem sprichst du im Bügelzimmer?“ darauf antwortete sie: „mit dem kleinen Jungen“. Daraufhin fragten sie meine Eltern ob er denn lieb sei. Meine Schwester wartete einen Moment – als ob sie auf eine Antwort wartete und sagte dann: „ja“.

Mit der Zeit wurden die Gespräche mit dem imaginären Freund weniger und irgendwann vergaß sie den kleinen Jungen. Für meine Eltern war die Sache damit erledigt und sie erwähnten den unsichtbaren Freund meiner Schwester nicht mehr.

Als ich geboren wurde lebte meine Familie noch immer im gleichen Haus und ich fing an das selbe Verhalten wie meine Schwester an den Tag zu legen. Meine Eltern stellten mir – wie bereits vorher meiner Schwester die selbe Frage … mit wem ich sprechen würde. Ich antwortete: „Mit dem kleinen Jungen“. Sie fragten mich ebenfalls ob er denn lieb sei. Ich antwortete: „ja … allerdings glaub ich, dass er lügt“.

 

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